Wie wird’s nach dem Tode sein? Ich
bin mir da mit dir nicht einig.
Und das liegt, leicht festzustellen,
an verschiednen Denkmodellen.

Du schwelgst bunt im Idealen,
liebst es, Träume auszumalen.
Von Visionen hingerissen,
schwelgst du gern im Ungewissen.

Im Kontrast dazu geh ich eh’r
rational auf Nummer Sicher.
Fantasie und Traum sind mir’en
Greuel. Ich will kalkulieren.

Nach dem Tod nun, sagst du, wäre
Schluß und Garnichts, große Leere.
Typisch! Dieser Nichts-kommt-dann-Tick
zeugt von frömmelnder Romantik.

Ich sag, von reeller Sicht her:
Himmel, Hölle, Weltenrichter,
das folgt! Diese Folg’rung zog ick
nüchtern durch Vernunft und Logik.

Wie’s, wenn wir von hinnen schwirren,
wird, weiß keiner. Ich kann irren.
Macht mir nix! Irr’ ich, folgt s Garnix.
Keiner spottet dann: „Dat war nix!“

Doch irrst du, na, das wird heiter,
denn in dem Fall geht’s ja weiter.
Dir schallt blanker Hohn entgegen:
Ätschebätsche! Falsch gelegen!

Kurz: Die Infantilen, Frommen
sind’s, die sagen: nichts tät kommen.
Aber sagt wer: s kommt was! isser
logisch kluger Besserwisser.